Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
der Carvalis GmbH, Triftstraße 95-97, 47533 Kleve
Stand: März 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen der Carvalis GmbH (nachfolgend „Auftragnehmer") und dem Auftraggeber über die Erbringung von Kfz-Sachverständigenleistungen.
(2) Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(3) Diese AGB gelten sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmer im Sinne des BGB.
§ 2 Leistungsbeschreibung
(1) Der Auftragnehmer erbringt Kfz-Sachverständigenleistungen, insbesondere:
- Erstellung digitaler Schadengutachten auf Basis von Fotos und Fahrzeugdaten
- Erstellung von Kostenvoranschlägen
- Fahrzeugbewertungen
- Kurzgutachten
- Beweissicherungsgutachten
(2) Die Begutachtung erfolgt digital anhand der vom Auftraggeber bereitgestellten Fotos, Dokumente und Informationen. Eine physische Besichtigung des Fahrzeugs findet in der Regel nicht statt, kann aber im Einzelfall vereinbart werden.
(3) Die Gutachten werden von zertifizierten Kfz-Sachverständigen erstellt und sind rechtlich anerkannt sowie vor Gericht verwertbar.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Auftragserteilung.
(2) Der Auftraggeber gibt durch das Absenden des Online-Formulars oder durch telefonische bzw. schriftliche Beauftragung ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Werkvertrags ab.
(3) Der Vertrag kommt mit der Auftragsbestätigung des Auftragnehmers zustande, die in der Regel per E-Mail erfolgt. Spätestens mit Beginn der Bearbeitung gilt der Auftrag als angenommen.
§ 4 Pflichten des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle für die Gutachtenerstellung erforderlichen Unterlagen, Fotos und Informationen vollständig und wahrheitsgemäß bereitzustellen. Dazu gehören insbesondere:
- Aussagekräftige Fotos des Schadens (Nahaufnahmen und Übersicht)
- Fotos des gesamten Fahrzeugs
- Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
- Angaben zum Schadenhergang
- Aktueller Kilometerstand
(2) Der Auftraggeber versichert, dass die bereitgestellten Informationen und Fotos wahrheitsgemäß sind und das tatsächliche Schadensbild korrekt wiedergeben.
(3) Bei unvollständigen oder unzureichenden Unterlagen kann sich die Bearbeitungszeit verlängern. Der Auftragnehmer wird den Auftraggeber in diesem Fall informieren und fehlende Unterlagen nachfordern.
§ 5 Vergütung und Zahlung
(1) Die Vergütung richtet sich nach dem individuellen Aufwand und wird vor Auftragserteilung mitgeteilt. Bei unverschuldeten Unfällen werden die Kosten von der gegnerischen Haftpflichtversicherung getragen.
(2) Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug fällig.
(3) Bei Haftpflichtschäden kann der Auftragnehmer im Namen und im Auftrag des Auftraggebers die Gutachterkosten direkt gegenüber der gegnerischen Versicherung abrechnen. Hierzu erteilt der Auftraggeber eine entsprechende Abtretungserklärung.
§ 6 Bearbeitungszeit
(1) Die angegebene Bearbeitungszeit von 24–48 Stunden ist ein Richtwert und beginnt ab dem Zeitpunkt, an dem alle erforderlichen Unterlagen und Fotos vollständig beim Auftragnehmer eingegangen sind.
(2) Bei komplexen Schadensfällen oder hohem Auftragsvolumen kann die Bearbeitungszeit im Einzelfall abweichen. Der Auftragnehmer informiert den Auftraggeber in diesem Fall über die voraussichtliche Bearbeitungsdauer.
(3) Wochenenden und gesetzliche Feiertage werden bei der Berechnung der Bearbeitungszeit nicht berücksichtigt.
§ 7 Lieferung
(1) Das fertige Gutachten wird dem Auftraggeber als PDF-Dokument per E-Mail an die im Auftrag angegebene E-Mail-Adresse zugestellt.
(2) Auf Wunsch des Auftraggebers kann das Gutachten direkt an einen Rechtsanwalt oder eine Versicherung weitergeleitet werden.
(3) Ein postalischer Versand ist auf gesonderte Anfrage und gegen Aufpreis möglich.
§ 8 Haftung
(1) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet der Auftragnehmer der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf.
(3) Eine weitergehende Haftung des Auftragnehmers ist ausgeschlossen.
(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Auftragnehmers.
(5) Der Auftragnehmer haftet nicht für die Richtigkeit des Gutachtens, soweit diese auf falschen oder unvollständigen Angaben des Auftraggebers beruht.
§ 9 Widerrufsrecht
(1) Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
Carvalis GmbH, Triftstraße 95-97, 47533 Kleve, Telefon: +49 2821 7499400, E-Mail: info@carvalis.de
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart.
(2) Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Auftragnehmer die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert.
§ 10 Urheberrecht
(1) Die vom Auftragnehmer erstellten Gutachten und Berichte sind urheberrechtlich geschützt. Das geistige Eigentum verbleibt beim Auftragnehmer.
(2) Der Auftraggeber erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht zur Verwendung des Gutachtens für den vereinbarten Zweck (insbesondere Schadenregulierung, gerichtliche Auseinandersetzungen).
(3) Eine Vervielfältigung, Verbreitung oder anderweitige Verwertung der Gutachten über den vereinbarten Zweck hinaus bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Auftragnehmers.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist der Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis Kleve.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Abbedingung dieses Schriftformerfordernisses.
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